Chronische Wunde re. Achselhöhle

Bei einer 35-jährigen Patientin hatte sich ein Abszess in der rechten Achselhöhle gebildet, welcher chirurgisch ausgeräumt wurde. Anschließend entwickelte sich eine Wundheilungsstörung. Über Monate hatte die Patientin  zeitweise starke Schmerzen, litt unter der Sekretion der Wunde in der rechten Achselhöhle und kam nach mehreren Monaten erfolgloser Wundbehandlung verzweifelt zu mir in die Praxis.

Chronische Wunde

Es erfolgte die adäquate Wundbehandlung mit phasengerechten Wundauflagen entsprechend der heute gültigen, chirurgischen Behandlungsgrundsätze, worunter es zu einer deutlichen Verklei-nerung und Abflachung der Wundfläche und zu einem deutlichen Rückgang der Sekretion kam.

 

Leider konnte trotz mehrmaligem Verfahrenswechsel die Wunde konservativ nicht zum Abheilen gebracht werden, weshalb man sich zu einer Hauttransplantation entschloss. 

Aus der rechten Leistengegend der Patientin wurde in örtlicher Betäubung ein Vollhautlappen entnommen, der Hautdefekt wurde primär verschlossen.

Ebenfalls in Lokalanästhesie wurde der Wundgrund in der Achselhöhle angefrischt und der freie Vollhautlappen eingenäht. Zur Drainage  des Wundgrunds wurden im Zentrum des Hauttransplantats zwei Inzisionen angelegt. Das frisch verpflanzte Hautläppchen stellt sich auf dem Foto weiß dar.

Beim Verbandwechsel am 4. postoperativen Tag zeigt sich an der rosa Verfärbung des Transplantats, dass dies bereits gut durchblutet ist und regelrecht einwächst.

 

Chronische Wunde

Am 14. postoperativen Tag konnte bei trocken eingeheiltem Transplantat das Nahtmaterial entfernt werden.

 

Chronische Wunde

Sechs Wochen nach der Operation ist das Transplantat stabil eingeheilt. Der Wundrand ist noch gerötet, wird aber in den Folgemonaten noch abblassen.

 

Chronische Wunde

Insgesamt konnte ein gutes funktionelles und kosmetisches Ergebnis erreicht werden. 

Dieser Fall zeigt die hohe Qualität einer wohnortnahen Versorgung in der chirurgischen Facharztpraxis und der konsequenten Behandlung durch den Operateur. Vom Zeitpunkt des Erstbesuchs bis zur Abheilung hat die Patientin ihren Chirurgen als Ansprechpartner, der wiederum den Krankheitsfall in jeder Phase genau kennt und adäquat seine Therapieentscheidungen treffen kann.